Archiv der Kategorie 'Mannschaft'

Nov 14 2018

Verspätete Revanche

Veröffentlicht von David Riemay unter Mannschaft, Allgemein

Nun also der erste Artikel zur Saison mit etwas Verspätung! Nach dem gelungenen, aber deutlich zu hoch ausgefallenen 6,5:1,5 Auftaktsieg zuhause gegen Caissa Wolfenbüttel ging es am 2. Spieltag nach Hildesheim zur zweiten Mannschaft. Letzte Saison hatten wir an Ort und Stelle gegen Hildesheim I 6,5:1,5 verloren und damit den Abstieg eingeleitet, daher sollte nun die Revanche gegen die Zweite Mannschaft folgen.

Nachdem alle pünktlich und gut gelaunt ankamen und die Bretter um 10h eröffnet wurden, hatte ich bereits ein gutes Gefühl. Die etwa 200 DWZ Punkte die wir im Schnitt besser waren half da natürlich ein wenig, trotzdem muss auch so ein Spiel natürlich erstmal gespielt und gewonnen werden.

Das gute Gefühl sollte noch stärker werden, da Lars an Brett 5 gegen Uwe Engwicht die sogenannte Snake Variante als Schwarzer probierte und Weiß damit auf dem falschen Fuß erwischte. Jeder Zug eine neue Drohung schon in der Eröffnung, der Gegner konnte bald nur noch reagieren und Lars seine taktische Stärke unter Beweis stellen und auf der B-Linie entscheidend eindringen und Material gewinnen. Das führte recht bald zum 1:0 für uns.

Zu dem Zeitpunkt sahen auch alle anderen Stellungen gut für uns aus mit Ausnahme Brett 8, wo Otti irgendwie die Qualität und einen Bauern verlor gegen Dieter Donath, dafür allerdings ein wenig Kompensation hatte. Lucas hatte an Brett 1 eine positionell sehr gute Stellung, in der sein Gegner Stephan Meyer nicht passiv abwarten wollte und aktiv wurde, was leider die weißen Felder völlig schwächte. Diese Felderschwächen nutzte Lucas mit seinen Figuren und gewann 2 Bauern ohne Kompensation, so dass sein Gegner bald aufgab.

Kurz davor hatte auch schon Siggi an Brett 5 gegen Marco Sommer gewonnen. Nach einem interessanten Zug seines Gegners verbrauchte Siggi in der Eröffnung einmal früh viel Zeit um eine gute Antwort zu finden, danach verlor der Gegner irgendwie den Faden. So konnte er ohne großes Gegenspiel genau wie Lars in der B-Linie eindringen und ebenfalls einen vollen Punkt verbuchen. 3:0. Otti holte irgendwie noch ein Remis, wie genau habe ich leider verpasst.

Den frühen Mannschaftssieg konnte  an Brett 7 holen. Er hatte seinen Gegner Matthias Wiege ebenfalls in der Eröffnung überrascht, so dass sich dieser sichtlich unwohl fühlte und keinen richtigen Plan fand. Jü gewann bald einen Bauern und stand sehr gut, so dass in der Zeitnot noch mehr Material fiel und der nächste Punkt für uns zu verbuchen war. 4,5:0,5, ein hoher Sieg bahnte sich an denn die letzten Partien von Udo, Dietmar und mir liefen alle unter dem Motto: Endspielvorteil auf unserer Seite

Den nächsten Punkt durfte ich an Brett 2 gegen Rüdiger Schmoldt holen. Nach einer etwas passiven Eröffnung spielte mein Gegner ungenau in der Eröffnung und erlaubte mir in Vorteil zu kommen. Danach spielte ich ein paar starke Züge und gewann in folgender Stellung einen Bauern:

Schmoldt - Riemay

Hier hatte Weiß gerade mit dem schon fast erzwungenen Sd1 die das schwache schwarze Feld e3 gedeckt. Auf Dh5 oder ähnliches folgt nun einfach h3 und Weiß wird sich mit Sf4 oder Se3 konsolidierenkönnen, daher ist hier Handeln gefragt als Schwarzer. 1. …Td8 (Das Tempo nimmt man natürlich mit) 2. Dc3 2…Sxh2! Gewinnt einfach einen Bauern, da nach 1…Kxh2 2. Dh5+ nebst DxSe2 folgt. So kam es auch in der Partie, ich hatte einen Bauern mehr und stand weiterhin super aktiv . Dann begann ich irgendwie völlig den Faden zu verlieren. Es entwickelte sich ein Endspiel wo ich den Läufer + Mehrbauer gegen den Springer hatte, indem ich meinem Gegner unnötige Aktivität einräumte. Diese scheint in der Nachbetrachtung völlig unkritisch gewesen zu sein, aber am Brett begann ich langsam Gespenster zu sehen und war froh, dass ich bald meine Figuren umgruppieren konnte und meinen Mehrbauern irgendwann erfolgreich einsetzen konnte.

Kommen wir nun zu den letzten beiden Partien die beide im Endspiel entschieden wurden und ungeheuer lehrreich und interessant waren:

Eröffnungen lehren dich Eröffnungen, Endspiele lehren dich Schach (Stephan Gerzadowicz)

Udo spielte gegen Werner Freier an Brett 4 eine nette Kombination in der er kurzfristig Figur und Dame opferte um am Ende ein Doppel-Turmendspiel mit Mehrbauern zu bekommen. In diesem stand er wunderbar aktiv, nach und nach tauschte sich alles ab so dass er am Ende folgende theoretisch gewonnene Stellung Turm + Bauer gegen Turm auf dem Brett hatte (Die Stellung ist ungefähr aus dem Kopf, macht auch keinen großen Unterschied wo genau nun die weißen Figuren stehen)

udo.PNG

Von hier ist der Gewinn einfach wenn man weiß wie: Stichwort Brückenbau! (Es gibt natürlich auch noch andere Möglichkeiten) Hier eine kleine Auffrischung:

Man strebt zuerst die Lucana-Stellung an: Man läßt den Turm wo er ist und bringt den König nach b1 und den b-Bauern nach b2, das kann Weiß nicht verhindern. Dann sollte Weiß den Turm auf die a-Linie stellen um einfach Ta8 und Ka2 von Schwarz zu verhindern, was ganz einfach gewinnt um dann von der achten Reihe versuchen Turmschachs zu geben um Kc1/Kd1 nebst b1D zu verhindern. Falls möglich spielt man dann direkt Td2-Tc2 nebst Kc1, daher sollte Weiß den König schon auf e3 haben um das zu verhindern. Dann kommt aber der Brückenbau: Schwarz spielt Td5 und geht dann mit den König auf immer erzwungene Schachs des Weißen folgende Route: Kb1-c2-b3-c3-b4 um dann Tb7+ mit Tb5 dazwischen zu kommen. Hier das ganze graphisch hochwertig veranschaulicht:

lucena.PNG

Elementares Endspielwissen direkt in einen Punkt umgemünzt!

Doch das Highlight habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Dietmar hatte an Brett 3 gegen Helge Verhoef folgendes Endspiel erreicht:

diemat.PNG

Da wir schon vor dem Ende der Partie zurückfuhren, analysierten wir diese Stellung auf der Fahrt. Allerdings brauchten wir 4 Versuche um die richtige Stellung aufzubauen, mal stand ein weißer Bauer auf e5 statt f4, mal fehlte hier einer und mal war einer zu viel auf dem Brett.  Deswegen hoffe ich dieses mal die richtige Stellung erwischt zu haben. Zunächst dachten wir einfach sie sie gewonnen für Weiß, da abzählen des Plans Kd2-e2-f2-xg3 nebst Rennen des weißen h-Bauern gegen schwarzen g-Bauern hoffnungslos ist, da Weiß deutlich zuerst einzieht und dann z.B. einfach den Läufer auf c8 schlagen kann.

Doch Schwarz hat noch eine Idee: Der Durchbruch f4! Allerdings muss er den sehr genau vorbereiten und zum richtigen Zeitpunkt spielen, was in der praktischen Partie kaum möglich ist korrekt durchzurechnen. Hier die studienartige Idee die möglicherweise das Remis hält:

ACHTUNG LÖSUNG (Für alle die es möglicherweise selbst untersuchen wollen)

Hinweis: Es ist nur meine Lösung die ich auf die schnelle untersucht habe, möglicherweise ist es doch ganz anders, bin für Anregungen offen in den Kommentaren!

1. Lxh5 Ld7!!

Der erste starke unerwartete (zumindest für mich) Zug und einzige, der das Remis hält. Die Idee ist es, mit Lc6 gegebenenfalls den e4 zu decken und erst dann durchzubrechen auf f4. Eine weitere Idee ist es, in einigen Varianten mit dem Läufer nach e8 zurückzugehen falls der weiße Läufer auf e4 schlägt in irgendwelchen f4 Varianten und den h5 aufzuhalten.

Verrückt! Man denkt es geht um eine Temporennen und stattdessen hält nur dieser “ruhige” Zug das Remis!

Hier halten jetzt schon nur noch 2 Züge Remis für den Weißen:

2. Lxg4 und Lg6, auf alles andere gewinnt Schwarz mit f4! Beide Stellungen seien dem Leser überlassen, die Idee des Schwarzen wird aber eigentlich immer Le8 mit aufhalten von h5 sein

Am Ende also ein 7,5 : 0,5 und damit eine mehr als gelungene Revanche fürs Vorjahr. Auch wenn es vielleicht einen Punkt zu hoch ausgefallen ist war es doch ein sehr souveräner Auftritt von uns der Mut gibt. Doch um noch einmal am Ende das Phrasenschwein zu füllen: Das nächste Spiel ist immer das schwerste!

Unsere überaus sympathischen Gegnern wünsche ich auf diesem Wege noch mal viel Glück für den Klassenerhalt.

ergebniss.PNG 

tabelle.PNG

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Nov 11 2018

2. Mannschaftsspieltag 18/19

Veröffentlicht von Andreas Klein unter Mannschaft

Spielbeginn 11.11.2018, 10 Uhr

Staffel Heim Auswärts Ergebnis
Verbandsliga Hildesheimer SV II SVG Salzgitter I ½:7½
Bezirksliga SG Elm/Lappwald I SVG Salzgitter II 7½:½

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Okt 21 2018

1. Mannschaftsspieltag 18/19

Veröffentlicht von Andreas Klein unter Mannschaft

Spielbeginn 21.10.2018, 10 Uhr

Staffel Heim Auswärts Ergebnis
Verbandsliga SVG Salzgitter I SV Caissa Wolfenbüttel I 6½:1½
Bezirksliga SVG Salzgitter II SC Wolfsburg II 2½:5½

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Apr 17 2018

Auch Kaffee hätte da nicht mehr geholfen….

Veröffentlicht von David Riemay unter Mannschaft

Am letzten Spieltag der Landesliga waren wir zu Gast in Ricklingen. Und wie schon am Spieltag davor hieß es: Verlieren verboten! Ein 4:4 wäre der sichere Klassenerhalt….

Jü nahm Lucas und mich mit, die erste schlechte Meldung des Tages lautete: A2 vollgesperrt Richtung Hannover! Gott sei Dank hatten wir etwas Puffer und kamen so ziemlich genau Punkt 10h am Spiellokal an. Zweite Schlechte Meldung des Tages: Ricklingen fuhr volle Stärke auf, vorne mit Ivanov und Schulze und hinten erwartete mich der nachgemeldete Jan-Hendrik De Wiljes. Aller guten (und wohl auch schlechten) Dinge sind ja bekanntlich drei, denn es stellte sich heraus, dass es im Spiellokal keine Getränke jeglicher Art gab, vor allem kein Kaffee! Wer soll so Schach spielen? Da passten es nur zu gut, dass die direkt gegenüber der Tür des Spielraumes befindlichen Toiletten gesperrt waren und man stattdessen einmal auf die andere Seite des Gebäudes musste….

Leider passte sich unsere Leistung gegen die zugegebener Maßen mit dieser Aufstellung ziemlich klar favorisierten Gegner den Umständen nahtlos an…

Da eigentlich zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkam, verzichte ich auf Zeitangaben (Außerdem habe ich sowieso wenig mitbekommen von den anderen Partien während des Kampfes)

Die erste Entscheidung des Tages: Lucas hat leider an Brett 2 gegen Torben Schulze verloren! In einem beschleunigten Drachen konnte er einiges abtauschen, sein Gegner stand aber die meiste Zeit leicht besser. Folgende Stellung ergab sich:

Lucas

Hier hatte Lucas Gegner gerade mit 25. e5?! einen Teil seines Vorteils weggegeben, der etwa mit  25.Tb3 vergrößert hätte werden können (e5 bleibt eine Idee, nur dann noch mit Angriff auf den Bauern b7). Lucas nutzte die Chance und griff mutig auf b2 zu  25….. Dxb2 und bekam mit 26. Tb3 Dxa2 gleich noch einen zweiten Bauern dazu auf Kosten seiner Damenstellung. Nun sieht der Computer Weiß nach 27. hxg6  klar im Vorteil (Idee ist nach fxg6 mit dem Läufer auf d5 Schach zu geben und dann einen Abzug auf die schwarze Dame zu haben, da hxg6 wegen Ld5, Dh4, Th3 ziemlich schnell Matt wird).

Stattdessen kam nach  26. Tb3 Dxa2 27. h6, was Schwarz wieder zurück ins Spiel lässt. Allerdings bleibt es gefährlich, da Weiß Dd4 nebst schnellem Matt auf g7 droht. Es folgte 27….Da4 28.Lxb7

Lucas1

Hier gibt es nun mehrere Optionen für Schwarz (etwa dxe5), Lucas spielte 28…Dd7. Das hat leider den Nachteil, dass 29.Dd4! sofort gewinnt. Es droht tödlich e6 mit Damenangriff und Matt auf g7, auf das offensichtliche 29…e6 ist dxe6 verheerend, da dieser Bauer viel zu stark ist. Deshalb versuchte Lucas noch 29…De6, was aber auch verliert.

Leider verlor Sebastian etwa zeitgleich an Brett 6 gegen Manual Polnau, nachdem ihm mit Weiß ein Königsinder etwas entglitt! Aufgrund der Aufstellung und der Situation hielt ich einen Punkt von ihm für Pflicht wenn wir in die Nähe eines 4:4 kommen wollen, damit schwanden die kleinen Hoffnungen leider sehr früh.

Sebastian

Hier kam gerade 16…b4, wonach Schwarz schon die Initiative hat. Vor allem droht der Einschlag auf e4, da taktisch am Ende ein Turm auf a1 hängt.  17.Sb5?! sieht logisch aus, auf a4 wäre er vielleicht etwas besser gewesen, wobei jeweils 17…Se4! folgt. Es kam 18.Lxe4 Txe4, soweit so gut, nur muss dann hier 19.Sd4 folgen, was die Diagonale des Läufers verstellt und zumindest erstmal weiteren Materialverlust verhindert. Sebastians 19. TxTe4 verliert sofort Material, da nach der logische Folgen 19….Sxe4 20. LxDd8 SxDd2 nun von Weiß der Turm auf a1 hängt und falls der Weg zieht SxSf3+ folgt nebst Ld7 mit Doppelangriff auf Sb5 und Ld8.  Daher gab Sebastian mit 21. SxSd2 die Qualität, blieb aber in der Folge chancenlos…0:2

An Brett 4 musste Lars gegen Christian Regert ein leicht schlechteres Endspiel verteidigen mit jeweils zwei Leichtfiguren und Turm, wobei sein Gegner zunächst sehr stark spielte und die besten Züge fand:

Lars

Hier hatte Lars Gegner mit Weiß gerade 30.Se6! gezogen und droht Txg7!, was nur sinnvoll durch Se8/Sh5 zu decken ist. Se8 ist zwar passiv, hält die Stellung aber zunächst. Auch wenn Weiß dann klar besser steht, ist es nicht einfach einen klaren Plan zu finden. Lars wollte aktiver spielen mit 30….Sh5 (droht vielleicht mal etwas in Richtung Dauerschach), aber 31. g4! gewinnt sofort, da es leider kein Dauerschach wie eigentlich von Lars geplant ist (Der weiße König läuft einfach über f2-e1-d2-c3 raus)! Der Gegner sah wohl auch das Dauerschach und spielte stattdessen 31.h3, hatte danach weiter Vorteil und kurz danach endete die Partie doch im Dauerschach, wobei auch die Schlußstellung noch sehr gut für Weiß ist. 0,5:2,5

Kommen wir nun endlich zu einer erfreulichen Nachricht, nämlich der Partie von Siggi an Brett 3 gegen Jan Pubantz. Nachdem zunächst nicht viel los war, gelang es Siggi in ruhiger Stellung seinen Gegner nach und nach zu überspielen mit großem Raumvorteil.

Siggi

Hier kam gerade 27.Lb4, wonach Lxd6! schon nicht mehr richtig zu verhindern ist. Daran änderte auch 27….a5 nichts, 28.Lxd6! gewann einen wichtigen Bauern und im Prinzip die Partie, da nach Txd6 29.TxLc8 den Läufer zurückgewinnt. Siggi brachte die Partie souverän nach Hause, 1,5:2,5

Da der Kampf eigentlich gar nicht so einen langen Artikel wert ist und ich mit einer positiven Partie enden will, folgt hier noch die kurze Zusammenfassung der anderen Partien:

An Brett 1 verliert Udo gegen FM Vladimir Ivanov, nach dem die gegnerischen Figuren im Mittelspiel stärker und stärker wurden und am Ende im Mittelspiel ein schönes Matt aufs Brett brachten.

An Brett 6 verliert Jü gegen Thomas Spiess recht chancenlos, der den fragwürdigen schwarzen Aufbau stark überspielte. Stefan an Brett 7 gewann gegen Darius Rausch früh eine Qualität, irgendwann gingen jedoch dafür 2 Bauern verloren so dass ein remisliches Endspiel endstand.

Ich selber spielte an Brett 8 mit Schwarz gegen Jan-Hendrik de Wiljes eine vernünftige Partie, in der Weiß immer einen symbolischen aber praktisch schwer nachweisbaren Vorteil hatte. In Zeitnot übersah ich eine Abwicklung in eines trotz Mehrbauerns für mich katastrophalen Endspiels. Die praktischen Klippen umschiffte mein Gegner sehr souverän, so dass wir mit meiner Niederlage insgesamt hochverdient 2:6 verloren haben. Somit ist der Abstieg besiegelt.

Zum Schluß noch einige gute Nachrichten: Die Stimmung in der Mannschaft beim abschließenden Essen beim Italiener war trotzdem gut, und nach bisherigem Stand wollen wohl auch nächstes Jahr alle selben 8 Spieler das Projekt Wiederaufstieg in Angriff nehmen. Ich freue mich drauf, schade dass es diese Saison nicht gereicht hat, aber abgestiegen ist man eigentlich nicht heute sondern in anderen Kämpfen….Auf eine schönes neue Saison, in der es hoffentlich in allen Spiellokalen Kaffee geben wird!

Tabelle

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Apr 15 2018

9. Mannschaftsspieltag 17/18

Veröffentlicht von Andreas Klein unter Mannschaft

Spielbeginn 15.04.2018, 10 Uhr

Staffel Heim Auswärts Ergebnis
Landesliga SK Ricklingen I SVG Salzgitter I 6:2
Bezirksliga SVG Salzgitter II SV Gifhorn II 3:5
Bezirksstaffel SVG Salzgitter III Saison beendet :

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Mrz 12 2018

Abstiegsk(r)ampf

Veröffentlicht von David Riemay unter Mannschaft

Nach einem kurzen 10-jährigem Abstecher nach Berlin war mein erster Mannschaftskampf für die Schachvereinigung gleich ein besonders wichtiger, denn das Motto war klar: Verlieren verboten!

Als Vorletzter begrüßten wir im Heimspiel am 8. Spieltag den Tabellenletzten aus Wolfsburg. Die Gegner kamen mit Rückenwind angereist, hatten sie doch am vorherigen Spieltag den ersten Sieg der Saison eingefahren und auch für Sie ging es natürlich um alles! Dann noch das tolle Wetter mit Sonne und 17 Grad dazu, die Vorraussetzungen für einen spannenden Schachsonntag waren optimal!

Unsere Chancen stiegen natürlich durch den Einsatz von Dietmar Cevik an Brett 7, möglicherweise auch durch meinen eigenen Einsatz an Brett 8. Daher wollten wir natürlich vor allem hinten die dicken Punkte holen und vorne den Rest. Aber der Reihe nach:

10.00h: Die Partien gehen los, Lucas an Brett 2 ist nicht da. Siggi meint zu mir:” Der ist immer pünktlich und wenn der jetzt noch nicht da ist kommt der wohl nicht mehr!” Na das ist ja mal ein Start…

10:30h: Lucas kommt doch noch! Wie sich später rausstellt, war er irrtümlicherweise in Wolfsburg (Dort war unsere 2. zu Gast und laut Erzählungen sichtlich überrascht). Vor lauter Schreck stellte Lucas auch noch gleich zu Beginn einen wichtigen Bauern taktisch ein. Allerdings war das nicht einfach zu sehen und hübsch gespielt von seinem sehr erfahrenen Gegner Dieter Jentsch:

Lucas1

Hier spielte Lucas mit Weiß am Zug 11.Ld3….Es folgt SxSd4 12. SxSd4 Lxe5!

Falls Lucas den Läufer mit 13. fxLe5 schlägt, sieht Dh4+ übel aus…Daher gab er sich mit dem Bauernverlust ab und spielte korrekterweise Le3.

Da auch an Brett 5 relativ ersatzlos einen Bauern verlor, sah ich unsere Chancen schwinden. Die einzig wirklich gute Stellung hatte zu dem Zeitpunkt Dietmar, der dem Gegner mit Schwarz bereits früh die Initiative abgenommen hatte und einen fiesen isolierten Doppelbauern auf f3 verpasst hatte. Udos Partie an Brett 1 gegen den starken Thomas Hänsel konnte ich nie wirklich einschätzen, er hatte einen Bauern weniger mit Schwarz im Caro-Kann aber gefühlt hatte er etwas Gegenspielideen dafür, Siggi stand an Brett 3 gegen Arnold Loewner remislich, Stefan an Brett 6 gegen Gerd Rapin leicht bedenklich im Franzosen mit Weiß und bei mir selber war am letzten Brett gegen Frank Siepelmeyer, der vorher in den unteren Wolfsburger Mannschaften 6 aus 6 geholt hatte, im Colle nicht viel los.

11.30h: Meine eigene Stellung ist mittlerweile besser, und endlich komme ich auch zu meinem erhofften Angriff. Dann übersieht mein Gegner (in der Analyse sagte er, gesehen hatte er die Idee in dem Moment nur vergessen) in eine kleine nette Kombination und verliert die Partie im Prinzip damit:

Riemay

Ich habe gerade 18.Tf3 gespielt, natürlich mit der Absicht irgendwas auf der h-Linie zu starten! Es folgte 18….Dd8? 19.LxSf6! Wer möchte kann gerne selber versuchen herauszufinden wieso das im Prinzip die Partie gewinnt,  die Auflösung folgt am Ende des Artikels

Lars an Brett 4 spielt den Königsinder mit Weiß gegen Andrei Radu sehr originell und bringt seine Dame nach a7, wo sie die schwarze Entwicklung behindert. Leider spielt sich in Folge alles am Königsflügel ab, so dass die Dame sehr weit ab vom Geschehen in der Verteidigung fehlt.


Lucas hat mittlerweile nach einer vorzeitigen Zentrumsöffnung des Gegners den Bauern zurück. Kurz danach veropfert sich Schwarz mit einem Läuferopfer auf h2, so dass Lucas bald eine Figur mehr hat und den wichtigen Punkt sicher nach Hause bringt. Als letzter gekommen, als zweiter gewonnen, Respekt! Warum nur Zweiter?

Mir war entgangen, dass auch mittlerweile gewonnen hatte trotz zwischenzeitlichem Minusbauern. Der Computer sieht den Bauernverlust als nicht wild an, vielleicht war es am Ende ja doch gar ein Opfer mit Weitsicht? Denn danach entfalten sich Jü’s Figuren super, Weiß ist nur noch mit Verteidigen des Mehrbauern beschäftigt und zieht fast alles Zurück auf seine ersten zwei Reihen. Jü gewann den Bauern trotzdem zurück und behielt die Initiative, bis es zu folgender Stellung kam:

Hesse

Hier griff Weiß nun mit 32.Dc5? und Jü schlug eiskalt zu. 32…Lg3! Den Läufer auf b2 zu nehmen scheitert noch an Te8+ nebst Dauerschach mit Df8 und De7. Lg3 zwingt den weißen Turm zu einer Antwort, wegen der Drohung Df1# muss er allerdings auf der Grundreihe bleiben. Da der Läufer auf b2 nun wirklich hängt bleibt nur wie in der Partie 33. Tb1 Dd3! nach 34. Dg1 fand Jü erneut den stärksten Zug 34….Dc2! nach dem der Läufer verloren geht, somit konnt Jü den ersten Sieg der Saison zum genau richtigen Zeitpunkt erringen! 2:0 für uns!

12.30h: Ich habe meine Mehrfigur mittlerweile verwertet, bei Siggi kam es wie erwartet zur friedlichen Punkteteilung, somit 3,5:0,5! 1 Punkt aus den restlichen 4 Partien muss doch machbar sein?

Irgendwann gegen 13h: Udo hat verloren, der Computer gibt ihm Recht mit der Initiatve die er hatte, doch in komplizierter Stellung gibt er  noch einen zweiten Bauern und das wird irgendwann zuviel, sein starker Gegner bringt den Vorteil dann locker nach Hause. Auch Lars muss die Segel streichen, seine im Abseits stehende Dame nutzt Schwarz um einen starken Angriff am Königsflügel vorzutragen, der Lars eine Figur und die Partie kostet! 3,5:2,5 nur noch, es spielen noch Dietmar und Stefan.


Dietmar hat in seiner guten Stellung an Brett 7 gegen Marcel Keßler einen taktischen Kniff übersehen gehabt:

Dietmar

Weiß hatte gerade mit Lc4 die Deckung des Springers c3 in der c-Linie verstellt.  Jetzt hätte einfach 22….bxLc4 zu einer klar besseren Stellung geführt, in der Schwarz die bessere Bauernstellung und die Initiative gehabt hätte. Dietmar wollte mehr und dachte mit 22…Sa4? Material gewinnen zu können, doch 23.Lxe6! ist stark und droht 24.LxTc8+ mit Gewinn, da der Springer von b2  am Ende irgendwann nicht mehr rauskommen wird. Daher folgte wohl oder übel 23…fxLe6 24.bxSa4, wonach Weiß etwas besser steht.

Im letzendendes entstehenden Turmendspiel musste er dann noch etwas aufpassen aber verteidigte es souverän zum Remis! 4:3, bleibt noch unser letzter verbliebener Kämpfer Stefan an Brett 6! Mit einem Minusbauern im Endspiel mit jeweils Turm und Springer schienen seine Remis Aussichten gut, da es sehr kompliziert ist und Stefans Figuren gut stehen. Irgendwo muss er sich dann allerdings vertan haben, so dass sein Springer verloren geht und bald damit die Partie.

4:4, alles im allem wohl verdient, auch wenn viele Partien anders ausgingen als ich es erwartet hatte. Die Entscheidung ist somit vertagt auf den letzten Spieltag, wo es auch in Ricklingen wieder heißt: Verlieren verboten!

Hier noch die Auflösung zu meiner Partie: Nach 19.LxSf6 LxSf6 folgt tödlich 20.Lxh7+! Kxh7 21. Th3+ Kg8 22. Dh5 nebst Matt auf h7 oder h8. Auch 19…gxLf6 ändert nichts daran, nach 20. Tg3+ Kh8 21. Dh5 f5 22.Th3 ist es auch aus. Daher zog mein Gegner 19….g6 und gab die Figur, was am Partieausgang nichts änderte…

Tabelle

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Mrz 11 2018

8. Mannschaftsspieltag 17/18

Veröffentlicht von Andreas Klein unter Mannschaft

Spielbeginn 11.03.2018, 10 Uhr

Staffel Heim Auswärts Ergebnis
Landesliga SVG Salzgitter I SC Wolfsburg I 4:4
Bezirksliga SC Wolfsburg II SVG Salzgitter II 4:4
Bezirksstaffel SVG Salzgitter III Saison beendet :

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Feb 25 2018

7. Mannschaftsspieltag 17/18

Veröffentlicht von Andreas Klein unter Mannschaft

Spielbeginn 25.02.2018, 10 Uhr

Staffel Heim Auswärts Ergebnis
Landesliga SVG Salzgitter I SK Lehrte I 3:5
Bezirksliga SC Langlingen I SVG Salzgitter II 2:6
Bezirksstaffel SVG Salzgitter III spielfrei :

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Feb 04 2018

6. Mannschaftsspieltag 17/18

Veröffentlicht von Andreas Klein unter Mannschaft

Spielbeginn 04.02.2018, 10 Uhr

Staffel Heim Auswärts Ergebnis
Landesliga SV Berenbostel I SVG Salzgitter I 4½:2½
Bezirksliga SVG Salzgitter II SC Braunschweig Gliesmarode III 7½:½
Bezirksstaffel SV Caissa Wolfenbüttel IV SVG Salzgitter III 2½:2½

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Jan 21 2018

5. Mannschaftsspieltag 17/18

Veröffentlicht von Andreas Klein unter Mannschaft

Spielbeginn 21.01.2018, 10 Uhr

Staffel Heim Auswärts Ergebnis
Landesliga SVG Salzgitter I ESV Rot-Weiß Göttingen I 5:3
Bezirksliga SV Hankensbüttel I SVG Salzgitter II 2½:5½
Bezirksstaffel SVG Salzgitter III SC Braunschweig Gliesmarode IV ½:4½

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